Überraschender Fund Teil 1

Bildschirmfoto 2015-03-11 um 12.05.23

 

Die Anklageschrift im Original. Hierin klagt der Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof  im März 1943 an: Rolladenmonteur, Georg Viktor Kunz (Goß), aus Mühlhausen im Elsaß, geb. in Marseille, angeblich französischer Staatsangehöriger und sechs Mitangeschuldigte :

„…im Jahr 1942, fortgesetzt gemeinschaftlich miteinander und mit anderen das hochverräterische Unternehmen, mit Gewalt die Verfassung des Reichs zu ändern, vorbereitet zu haben, wobei die Tat
1.) darauf gerichtet war, zur Vorbereitung des Hochverrats einen organisatorischen Zusammenhalt herzustellen und aufrechtzuerhalten
2.)  die Angeschuldigten Kunz (Goß) und Trefzer  ferner darauf gerichtet war, die Wehrmacht zur Erfüllung ihrer Pflicht untauglich zu machen, das Deutsche Reich gegen Angriffe auf einen äußeren oder inneren Bestand zu schützen,
3.) der Angeschuldigte Kunz (Goß), Klinger und Weiß auch auf Beeinflussung der Massen durch Verbreitung von Schriften gerichtet war…

…Nachdem die von Wodli gebildeten Gruppen im Frühjahr 1942 wie überall im Elsaß so auch in Mühlhausen zerschlagen worden waren, versuchte der Angeschuldigte Kunz wieder eine Organisation im Elsaß aufzubauen. Er warb die anderen Angeschuldigten und betraute sie mit besonderen Funktionen. Außerdem trat er in Beziehung zu angeblichen kommunistischen Kreisen in Mannheim und erörterte auf mehreren Besprechungen mit den Verbindungsleuten aus Mannheim und den Mitangeschuldigten die politische Lage und illegale Arbeit. Dabei gab er seine Absicht bekannt, mit Gaullistenkreisen in Mülhausen und Lyon, sowie mit Gruppen in Colmar Verbindung aufzunehmen und gegebenenfalls Sprengstoffanschläge in Mühlhausen durchzuführen. Auf einer Besprechung in Brubach unterrichtete er seine Genossen vom Inhalte einer hochverräterischen Druckschrift und gab diese an sie weiter….“

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